Borderline
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Stuttgart

Borderline in der Ausbildung

Borderline Persönlichkeitsstörung - dieses Krankheitsbild begleitete mich durch meine Ausbildung zur Krankenschwester, war Teil meiner ersten Arbeitstelle in der Akutpsychiatrie und auch später auf einer chirurgischen Intensivstation gab es immer wieder Berührungspunkte mit Betroffenen. Ich hatte zu Beginn meiner Arbeit eine gehörige Portion Respekt vor PatientInnen mit BPS, ja zeitweise sogar Angst, sie verunsicherten mich. Ich hatte das Gefühl, als durchschauten sie mich und meine Unsicherheit innerhalb von Sekunden. Viele meiner älteren Kollegen wirkten im Umgang mit von BPS Betroffenen überfordert, teilweise auch genervt. Sobald die Diagnose einer Neuaufnahme BPS lautete war das Gejammer im Team groß: Borderline bedeutete eine Menge Arbeit, Unruhe unter den MitpatientInnen und somit Unruhe im Team, Borderline bedeutet aber auch Selbstverletzung und suizidales Verhalten.
Auch das war am Anfang nicht leicht für mich, wie kann ein Mensch sich so etwas antun? Wie kann er das seiner Familie, wie kann er das uns antun? Ich habe viele theoretische Texte gelesen, habe mich informiert und geschult, habe den Kontakt gesucht zu Betroffenen und Kollegen, habe viele Gespräche geführt. Ich habe versucht zu verstehen. Mittlerweile habe ich keine Angst mehr vor Menschen mit Borderline Persönlichkeitsstörung. Ich versuche immer noch und immer wieder zu verstehen. Der Respekt ist geblieben.

Kontakt

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