Borderline
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Borderline-Persönlichkeitsstörung

     

    „Borderline ist eine tiefgreifende,
    aber vorübergehende Störung
    der Emotionsregulierung und
    des Selbstbildes,
    mit verzweifelten Versuchen,
    damit umzugehen.“

    (Prof. M. Bohus, 2004)

    Häufigkeit

    • Lebenszeitprävalenz: ca. 1,1-2,5% (Arntz, v.Genderen 2009)
    • Ca. 70% Frauen
    • Patientenstichprobe variiert je nach Setting: ambulant 10%, stationär 20-50%
    • Hohe Komorbidität (Depression, Essstörungen, PTSD, anderen Persönlichkeitsstörungen)
    • Allein die stationären Behandlungen kosten ca. drei Mrd. €, das sind ca 15% des psychiatrischen und psychotherapeutischen Budgets.


    Verlauf und Prognose

    • Bestimmte Phase mit erhöhtem Suizidrisiko Ca. 8% sterben durch vollendeten Suizid
    • Nach 6 jährigem Beobachtungszeitraum über 60% remittiert, nach 10 jährigem Zeitraum 90% remittiert (Zanarin et al. 2006). Das heißt, eine Diagnosesstellung ist nicht mehr möglich.
    • Unter borderlinespezifischen Behandlungsmethoden genesen ca. 50%, deutlich profitieren 2/3 der Betroffenen. (Schematherapiestudie 2006)
    • Symptomatik kann im Laufe des Lebens wechseln, hin zu:
      - Sucht
      - Depression
      - Somatoforme Störungen


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